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Arthrosemittel



Glucosamin als Nahrungsergänzung zum Knorpel- und Gelenkaufbau

Spezifische Gewebestrukturen im Körper wie Knorpel, Sehnen, Bänder, Gelenksflüssigkeit, Herzklappen und Gefässe sind für ihren Unterhalt abhängig von Glucosamin. Glucosamin ist eine Amingruppe (1 Stickstoffatom mit 3 Wasserstoffatomen), welches an einem Glucosemolekül hängt. Der Körper stellt genügend Glucosamin her, um alltägliche Reparaturen vorzunehmen. Wenn jedoch eine Verletzung vorhanden ist, kombiniert mit einem degenerativen Prozess, (zB jahrelanges Joggen führt zu Bandscheibenproblemen), genügt die normale Glucosaminproduktion nicht mehr, um eine Heilung herbeizuführen. Viele chronische Verletzungen (zB auch jahrelanges Basketballspielen) können ohne Ernährungssupplementation nie richtig heilen.
Da Glucosamin ein Hauptbestandteil der Gelenksflüssigkeit ist, führt ein Mangel an Glucosamin zu einer dünnen wässrigen Flüssigkeit in den Gelenken, welche die Gelenke ungenügend schmiert und sie Verletzungen gegenüber empfindlicher macht. Wenn der Körper älter wird, stellt er weniger Glucosamin her, was die Gelenke für Arthrose und Verletzungen anfälliger macht. Arthrose ist eventuell nicht anderes als die Akkumulation von kleinen Verletzungen.
Die Bandscheiben, welche als Kissen zwischen den Wirbelkörpern dienen, bestehen aus Knorpel. Mit zunehmendem Alter (und abnehmender Glucosaminherstellung), beschleunigt durch Rennen, Springen etc werden sie abgenützt. Abnützung heisst nichts anderes, als dass der Körper sich nicht so schnell reparieren kann wie er verletzt wird. Er braucht Hilfe von aussen. Bei den Bandscheiben führt dies zu einer abnehmendem Körpergrösse mit zunehmendem Alter.
Im Gegensatz zu den entzündungshemmenden Schmerzmitteln, welche die Schmerzen kurzfristig lindern, aber langfristig die Gelenksdegeneration fördern, liefert Glucosamin das, was der Körper zur Reparatur am meisten benötigt. Es bekämpft den Schmerz nicht sofort, aber nach 6 bis 8 Wochen Therapie bessern sich die Schmerzen, welche dann ohne Medikamente wegbleiben. Glucosamin hat in der korrekten Dosis keine Nebenwirkungen, was auch zu erwarten ist, da es für den Körper eine natürliche Substanz ist.
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Patienten mit leichter bis mittelschwerer Arthrose hilft Glukosamin

Hamburg (nke). Die Einnahme von Glukosaminsulfat, einem Baustein der Knorpelzelle, kann bei Patienten mit leichter und mittelschwerer Arthrose Schmerzen lindern und die Beweglichkeit der Gelenke bessern. Darüber hat Professor Wolfgang Pförringer aus München bei einer Pressekonferenz in Hamburg berichtet. In den USA ist Glukosaminsulfat das von Arthrosekranken am häufigsten verwendete Nahrungsergänzungsmittel.
Die Wirkung des aus den Schalen von Krustentieren gewonnenen Präparates ist schon seit langem bekannt. Glukosamin wird im Körper gebildet und ist bevorzugtes Substrat für die Knorpelbausteine Proteoglykane und Glukosaminglykane, wie Pförringer bei der von dem Unternehmen Wassen ausgerichteten Veranstaltung erklärt hat. Die Substanz stimuliere die Bildung der Knorpelbausteine und reguliere das gestörte Gleichgewicht zwischen Knorpelauf- und -abbau.
Man könne davon ausgehen, sagte Pförringer, daß die Substanz eine weitergehende Schädigung bereits angegriffener Knorpelzellen unterbinde und körpereigene Reparaturmechanismen aktiv unterstütze.
Die Wirksamkeit von Glukosamin bei Patienten mit Arthrose ist auch in randomisierten Studien, allerdings mit wenigen Patienten, nachgewiesen worden. Dabei habe sich für die Arthrose-Kranke eine tägliche Dosis von 1200 bis 1500 Milligramm Glukosaminsulfat als ähnlich wirksam erwiesen wie nicht-steroidale Antirheumatika, sagte der Münchner Orthopäde.
Die Wirkung von Glukosaminsulfat trete zwar etwas verzögert ein, dafür müßten keine unerwünschten Wirkungen befürchtet werden.
Glukosamin zu verwenden, sei nur im Frühstadium der Arthrose sinnvoll. "Wenn die Knorpelzelle völlig zerstört ist, nutzt es nichts mehr", sagte Pförringer.
Professor Karlheinz Schmidt aus Tübingen hat in seinem Vortrag über die Supplementierung mit Antioxidantien wie Vitamin A, C, E und Selen bei Patienten mit entzündlichen rheumatischen Erkrankungen gesprochen. Sie sei sinnvoll, denn die körpereigenen Antioxidantien würden durch die Entzündungsaktivität und den damit einhergehenden oxidativen Streß schnell verbraucht.
Der Rheumapatient habe einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien, der nur durch die Nahrung meist nicht gedeckt werden könne, betonte Schmidt.
Der Nutzen einer Selen-Supplementierung sei in einer kontrollierten Studie bestätigt worden, an der 53 Patienten mit chronischer Polyarthritis teilgenommen haben. Die Patienten erhielten über 25 Tage entweder 300 Mikrogramm Selen plus Vitamin A, C und E oder Placebo.
Vor Beginn der Studie sind bei den Patienten in beiden Behandlungsgruppen deutlich reduzierte Serum-Selenspiegel gemessen worden. Unter der Supplementierung sei es zu einem Anstieg der Selenspiegel und gleichzeitig zu einem Rückgang von C-reaktivem Protein und der Menge der Leukozyten gekommen, sagte Schmidt.
Das deute auf eine Dämpfung der Krankheitsaktivität hin. In der Kontrollgruppe seien Selenspiegel und Entzündungsparameter nahezu unverändert geblieben.

Abbildung: Prohormonfrei -

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