Alternative: Osteopathie? Sendung vom 26.04.2005 Osteopathie kann in dieser hoch technisierten Welt eine alternative Heilmethode darstellen. Sie ist eine manuelle Therapie und kann Medikamente oder Operationen ersetzen. Die Behandlung muss allerdings individuell auf den Patienten abgestimmt werden.
auf dieser Seite: Wobei hilft die Osteopathie? (Auswahl) Wie arbeitet ein/e Osteopath/in? Grenzen und Kosten der Ostheopatie Auch der Darm kann durch Osteopatie behandelt werden. Auch bei der Osteopathie muss am Anfang die Diagnose stehen. Möglicherweise ist es sogar nötig, hierfür eine Röntgen-Aufnahme, eine Computer-Tomographie oder gar eine Magnet-Resonanz-Tomographie machen zu lassen. Es geht dabei darum, ernste Krankheiten wie Krebs oder Osteoporose auszuschließen. Ist die Diagnos erfolgt, kann es losgehen. Merke: Osteopathie ist Hilfe zur Selbstheilung. Der Osteopath sucht die Störung, führt eine Regulation herbei und findet die Gesundheit Osteopathie ist eine staatliche anerkannte Heilmthode. Um ein "Doctor of Osteopathie" zu werden, muss ein umfangreiches Studium absolviert werden. In Deutschland muss ein Osteopath Arzt oder Heilpraktiker sein. Die Ausbildung erfolgt an anerkannten Fachschulen.
Osteopathie teilt den Körper in drei Bereiche: • Muskel-Skelett-System (Knochen, Sehnen, Bänder, Muskeln) • Organe und ihre unmittelbare Umgebung • Craniosacrales System mit den Cranium (=Schädel), dem Sacrum (=Kreuzbein) und deren Verbindung, die Wirbelsäule.
Osteopathen müssen sich im Körper bestens auskennen, um mit ihren bloßen Händen in den drei Bereichen das Richtige zu ertasten und zu behandeln. Alle körperlichen Störungen können osteopathisch behandelt werden. Bei schweren Krankheitsbildern hat die heutige Schulmedizin den Vorrang, kann und sollte jedoch in vielen Fällen osteopathisch mitbehandelt werden. Merke: Neben den festen Strukturen wie Knochen und Muskulatur beschäftigt sich die Osteopathie auch mit den Körperflüssigkeiten Lymphe und Blut, mit dem Darm und mit dem Nervensystem. Dabei übt sie mit den Händen einen harmonisierenden Einfluss immer auf den ganzen Körper aus. Osteopathie stellt die Kommunikation im Körper wieder her. Alle körperlichen Störungen können osteopathisch behandelt werden. Bei schweren Krankheitsbildern hat die heutige Schulmedizin den Vorrang, kann und sollte jedoch in vielen Fällen osteopathisch mitbehandelt werden. Wobei hilft die Osteopathie? (Auswahl) • Schmerzen in Organen • Schmerzen im Bewegungsapparat • Darmstörungen • Schlafstörungen • Kopfschmerzen • Atmungsprobleme, Asthma • Tinnitus • Inkontinenz • Blockierte Gelenke • Hexenschuß • Ischiasschmerzen • Prämenstruelles Syndrom (PMS) • Geburtstraumata durch die Geburt (Behandlung auch beim Säugling) Wie arbeitet ein/e Osteopath/in? Besteht auf Grund der Befragung und der Untersuchung ein Zusammenhang zwischen Organ und dem Schmerz, wird das betreffende Organ (z.B. die Leber) von außen vorsichtig geknetet oder massiert. Danach wird überprüft, welche Auswirkungen diese Massage auf die gestörten Körperfunktionen hat. Der Patient muss allerdings aktiv mithelfen, was durchaus anstrengend sein kann. Wenn auch ein Grundprinzip besteht, so läuft jede Behandlung individuell und in jeder Stunde unterschiedlich ab. Bei der Untersuchung tastet der Osteopath die Muskulatur, die Wirbelsäule, die Gelenke, den Schädel und die Organe ab und erspürt kleinste Blockaden. Mit Druck-, Zug- und Verschiebetechniken werden diese Störungen aufgelöst und der Energiefluss verbessert. Die vom Osteopathen ausgelösten Impulse bahnen sich ihren Weg durch das Nervensystem und wecken die Eigenheilung. Feinste Reiz-Reaktions-Mechanismen führen zu Lösungen von körperlichen Problemen. Grenzen und Kosten der Ostheopatie Wo sind die Grenzen der Osteopathie? • wo die Selbstheilungskräfte versagen • bei Fieber • bei chronischen schweren Leiden, bei denen die Schulmedizin Vorrang hat • bei Notfällen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt • bei offenen Wunden, Verbrennungen, Knochenbrüchen • bei Depressionen und Schizophrenien Als ergänzende Methode kann in Absprache mit dem Arzt die Osteopathie aber in fast allen Fällen eingesetzt werden.
Was kostet die Behandlung? Da die Osteopathie keine Regelleistung der Krankenkassen ist, müssen die Kosten meist selbst getragen werden: Eine Stunde oder Sitzung kostet etwa 75 Euro. Für privat Versicherte gilt: vorsichtshalber vor der Behandlung nachfragen, ob diese Behandlungsmethode bezahlt wird.
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