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Obwohl schätzungsweise jeder zehnte Allgemeinarzt in England Akupunktur einsetzt, ist die Wirksamkeit dieses Vorgehens bislang nicht eindeutig durch Evidenz-basierte Studien bestätigt. In zwei englischen Studien wurde nun die Effektivität von Akupunktur methodisch exakt untersucht. Für die Studien wurden 401 Patienten im Alter von 18 bis 65 Jahren ausgewählt, die unter chronischen Kopfschmerzen und insbesondere unter Migräne litten. Ein Teil der Patienten erhielt während drei Monaten bis zu 12 Akupunkturbehandlungen, der andere Teil eine medikamentöse Therapie. Alle Studienteilnehmer führten ein Jahr lang ein Tagebuch über die Heftigkeit ihrer Kopfschmerzattacken. Aus dieser Beurteilung ergab sich eine Bewertung der Kopfschmerzen nach einer Punkteskala. Zu Beginn der Studie, nach drei und nach 12 Monaten wurden der allgemeine Gesundheitsstatus, das Ausmaß der Kopfschmerzen und die Einnahme von Medikamenten festgehalten. Nach einem Jahr litten die Patienten, die eine Akupunktur erhalten hatten, deutlich weniger unter Kopfschmerzen als die medikamentös therapierten Teilnehmer. Durch die Akupunktur nahmen die Kopfschmerzen um 34% ab; durch die Pharmakotherapie wurde eine 16%ige Reduktion erzielt. Auf das Jahr umgerechnet klagten die Patienten der Akupunkturgruppe an durchschnittlich 22 Tagen weniger über Kopfschmerzen als die konventionell behandelten Probanden. Auch der allgemeine Gesundheitsstatus verbesserte sich durch die Akupunktur. Im Vergleich zur Kontrollgruppe nahmen die Patienten der Akupunkturgruppe weniger Medikamente ein (-15%), gingen seltener zum Arzt (-25%) und waren an weniger Tagen (-15%) arbeitsunfähig.
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